Dienstag, 1. Oktober 2013

Ein Blick hinter die Kulissen des Harald Wohlfahrt PALAZZO – Haben Sie das gewusst?

Das Harald Wohlfahrt PALAZZO gastiert wieder in Stuttgart und präsentiert ab dem 9. November 2013 sein Jubiläumsprogramm. Hier sind einige Einblicke in die Vorbereitungen und die Geschichte sowie Zahlen und Fakten:

Wie sah das erste PALAZZO aus?
Parallel zu „Pomp Duck and Circumstance“, einem Programm von Hans Peter Wodarz, das im Jahr 1993 seinen ersten Erfolg hatte, präsentiert 1998 Clemens Zipse das erste PALAZZO
im Freiburger Colombi Park. Als Koch steht ihm Alfred Klink vom Hotel Colombi zur Seite, mit dem Zipse über drei Jahre eine enge Partnerschaft eingeht.

Gourmetgerichte werden hier groß geschrieben


Woher stammen die PALAZZO-Künstler dieser Saison?
Die Akteure der Spielzeit 2013/14, die fast ausnahmslos Medaillengewinner und Preisträger internationaler Festivals sind, kommen unter anderem aus Argentinien, Australien, Italien, den USA, Spanien, Kanada, Äthiopien, Russland und Deutschland.

Welcher Aufwand wird zur Vorbereitung des PALAZZO bis zum Premierenabend betrieben?
Vom ersten Spatenstich bis zur Premiere vergehen rund 8.400 Arbeitsstunden, in denen unter anderem 50 Container aufgestellt werden, die später auf einer Fläche von 4.000 qm Platz für Garderoben, Maske, Büro, die komplett eingerichtete Küche, Kühlräume, Toiletten und Lagerräume bieten. Mit weiteren 14 Lkw-Ladungen werden der Spiegelpalast und sein Interieur angeliefert. 24 Aufbauhelfer sorgen dafür, dass das acht Meter hohe und 30 Meter tiefe Zelt aufgebaut, rund 6.000 Meter Stromkabel verlegt, 140 Lüster justiert, über 1.200 Spiegel angebracht und 360 Stühle an ihrem Platz stehen werden.

Wie viele Teller, Besteckteile und Gläser kommen zum Einsatz?
An jedem Standort werden pro Saison 210 Tonnen Geschirr und Besteck benötigt. Es kommen dabei also 2.000 Gläser, 2.200 Teller, 4.200 Besteckteile und dazu noch 40 kg Servietten zum Einsatz. Hintereinander ausgelegt erstreckt sich das Besteck auf 58 km. Außerdem werden an jeder PALAZZO-Spielstätte pro Saison 25.000 Tassen Kaffee gekocht und 25.000 Flaschen Mineralwasser getrunken.

Fertig gedeckt – bereit zum Menü

Welchen Weg legt ein Servicemitarbeiter an einem Abend zurück?
Ein Kellner des PALAZZO muss an einem Abend ca. 25 km zurücklegen, da die einzelnen Gänge innerhalb von zehn Minuten serviert werden. Das heißt alle 1,5 Sekunden verlässt zum Beispiel eine Vorspeise die Küche.

Warum heißt das Dinner-Spektakel eigentlich PALAZZO?
Der Name PALAZZO ist auf die italienischen Palazzi, die edlen venezianischen Herrenhäuser zurückzuführen.Schon damals wurden dort alle Spielarten des Varieté wie Akrobatik, Schauspiel, Jonglage, Kontorsion, Comedy, Animation, Gesang und Musik vereint.

Wozu wurden die Spiegelpaläste ursprünglich genutzt und wieso gerieten sie in Vergessenheit?
Die Geschichte der Spiegelpaläste geht bis zur vorletzten Jahrhundertwende zurück, als die Zelte vor allem als mobile Tanzpavillons genutzt und Woche für Woche in einer anderen
Stadt aufgebaut wurden. Die Spiegelzelte waren beim Publikum sehr beliebt und schufen zugleich eine noble als auch behagliche Atmosphäre. Die vielen Spiegel im Innern
ermöglichten den Besuchern einen relativ uneingeschränkten Blickkontakt und avancierten zu einem Ort des Amüsements, an dem das extravagante Nachtleben gebührend gefeiert werden
konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Spiegelpaläste allerdings in Vergessenheit: Die Jugend tanzte nicht mehr zu den Tönen der Tanzorgel, da erste Tanzclubs in den Städten eröffneten. Auf den Jahrmärkten auf dem Land wurden die mobilen Tanzpaläste nach und nach durch moderne Fahrgeschäfte verdrängt.

Das Harald Wohlfahrt PALAZZO in Stuttgart öffnet seine Pforten

Wie kam es schließlich zum Comeback der Spiegelzelte?
Vor allem die Musik- und Theaterfestivals verhalfen den Spiegelpalästen ab Mitte der 1970er Jahre wieder zu neuer Beliebtheit. Aufgrund seiner Mobilität eignet sich ein Spiegelpalast hervorragend für temporäre Veranstaltungen und unterschiedliche Standorte.

Wie ist der PALAZZO-Spiegelpalast aufgebaut?
Obwohl die Spiegelsäle nach traditionellen Konstruktionsplänen originalgetreu nachgebaut werden, sorgt in ihrem Innern modernste Ton- und Lichttechnik und ein Heiz- und Klimasystem für einen unbeschwerten Showgenuss und Aufenthalt. Den Mittelpunkt des PALAZZO-Spiegelpalasts bildet die Bühne, die sich hydraulisch heben und senken lässt, damit die Gäste von allen Seiten eine gute Sicht haben. Die Sitzplätze für die bis zu 360 Besucher sind in drei Bereiche gegliedert: Im Zentrum befindet sich die Manege mit runden Tischen, der Rangbereich läuft als Zirkel um die Manege herum und im äußeren Rundgang sind die gemütlichen Logen zu finden. In den Foyers gibt es noch Garderoben und eine Bar, die vor und nach der Show genutzt werden kann.

An welchen Standorten wird in der Saison 2013/14 gespielt?
In der Zeit vom 9. November 2013 bis zum 2. März 2014 wird das Programm an insgesamt fünf Standorten zu sehen sein: Neben Stuttgart auch in Berlin, Mannheim, Stuttgart, Nürnberg sowie in Wien.

Bericht zur aktuellen PALAZZO-Runde in Stuttgart 2013/14 lesen Sie hier: LINK.

Oktober 2013. Janine Mutschler / Redaktion mag21
Copyright Fotos: PR/Palazzo

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