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Montag, 3. August 2015

Stroke Unit im Klinikum Stuttgart an neuem Standort. Schnell Schlaganfall-Hilfe im Katharinenhospital durch Spezialisten aus Neurologie und Neurochirurgie


Die Zahl der Schlaganfälle nimmt zu, und inzwischen ist bekannt, dass eine schnelle Alarmierung eine Notzarztes und eine rasche Behandlung Schaden vom Patienten abwenden kann.

Die Stroke Unit (= Schlaganfall-Einheit) der Neurologischen Klinik des Klinikums Stuttgart ist im Schlaganfallkon­zept des Landes Baden-Württemberg als überregionales Schlaganfallzentrum ausgewiesen – und somit die führende Klinik für die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall in Stuttgart. Die spezialisierte Einheit ist nun nach langen Jahren am Bürgerhospital umgezo­gen: Seit Juni 2015 ist sie am Katharinenhospital in der Kriegsbergstraße zu fin­den. 

Post-Stroke-Unit mit acht Betten
Das speziell ausgebildete Stroke-Team nimmt seither Schlaganfallpatienten über die Interdisziplinäre Notaufnahme des Katharinenhospitals auf, die Weiterbehandlung erfolgt anschließend auf der neuen Schlaganfallstation in Haus B. Dort wurde als Neuerung eine Post-Stroke-Unit mit acht Betten eingerichtet. Die räumliche Nähe zur Neuroradiologie und Neurochirurgie hilft zusätzlich bei der Schlaganfallversorgung.

Die Interdisziplinäre Notaufnahme (INA) ist erste Anlaufstelle für Pati­enten mit einem akuten Schlaganfall. In der INA erfolgt die sofortige neurologische Unter­suchung dieser Patienten durch das Stroke-Team der Neurologischen Klinik. Für die Diagnostik stehen in unmittelbarer Nähe zur INA eigene medizi­nische Großgeräte (CT und MRT) zur Verfügung.

Schlaganfallpatienten: Gefäßchirurgie ist eingebunden
„Der Umzug unserer Stroke Unit an das Katharinenhospital verbesert die Versorgung von Schlaganfallpatienten weiter, vor allem da wir nun sehr nahe an die Neuroradiologie, die Neurochirurgie und die Gefäßchirurgie des Klinikums Stuttgart heranrückten“, betont Professor Dr. Hansjörg Bäzner, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik. Neurologen, Neuroradiologen und Neurochirurgen, die gemeinsam auch das Neurozentrum des Klinikums Stuttgart bilden, sowie Gefäßchirurgen arbeiten bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten eng zu­sammen.

Neue Schlaganfall-Station im Haus B
Die Weiterbehandlung der Patienten nach der Akutversorgung erfolgt auf der neuen Schlaganfallstation B3 im 3. Obergeschoss von Haus B des Stuttgarter Katharinenhospitals. Dort steht dem erfahrenen Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergothe­rapeuten und Sozialdienstmitarbeitern unter Leitung von Dr. Elisabeth Schmid ein kom­plett neues Monitoringsystem zur Verfügung, das auch eine elektronische Patientenakte beinhaltet. Die 24-Stunden-Überwachung der Patienten sowie die Behandlung in einem spezialisierten interdisziplinären Team ist Kernpunkt einer Stroke Unit. Und noch eine Neuerung brachte der Umzug mit sich: Die bisher zwölf Betten der Schlaganfallstation wurden um eine sogenannte Post-Stroke-Unit mit acht Betten ergänzt.

Die Stroke Unit der Neurologischen Kli­nik des Klinikums Stuttgart ist nach den Qualitätsstandards der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert. Im Schlaganfallkonzept des Landes Baden-Württemberg ist sie zudem als überregionales Schlaganfallzentrum ausgewiesen.

August 2015. Redaktion mag21



Freitag, 16. November 2012

Blutgerinnsel in Gefäßen - Gefahr für Herz und Hirn. Vortrag von Experten im Stuttgarter Rathaus

Wenn Blutgerinnsel die Gefäße in Herz oder Gehirn verstopfen – wie Interventionelle Kardiologie und Neuroradiologie heute helfen können! Darüber berichten am 26. November 2012 zwei Experten im Rathaus Stuttgart: die Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Hans Henkes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Katharinenhospital, Bürgerhospital / Krankenhaus Bad Cannstatt, und Prof. Dr. Thomas Nordt, Klinik für Herz- und Gefäßkrankheiten, Katharinenhospital Stuttgart.

Worum geht es genau? Blutgerinnsel in den zuleitenden Gefäßen (Arterien) zum Herzen und zum Gehirn sind die Hauptursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Wenn diese Blutgerinnsel rechtzeitig wieder entfernt werden, können die Folgen eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls deutlich reduziert, manchmal sogar wieder ganz beseitigt werden.

In den letzten Jahren gab es bei den kathetergestützten (interventionellen) Verfahren in der Kardiologie und Neuroradiologie wichtige Fortschritte bei der Beseitigung der Blutgerinnsel. Die beiden Spezialisten informieren über aktuelle Möglichkeiten und Voraussetzungen für einen größtmöglichen Erfolg dieser Verfahren.

Tipp: Der Vortrag findet statt in der Reihe "Medizin im Rathaus". Auch für 2013 sind bereits interessante Veranstaltungen mit Medizinern des Klinikums Stuttgart geplant.

Termin und Ort: Montag, 26. November 2012, Rathaus Stuttgart, großer Sitzungssaal, Marktplatz, Stuttgart-City, 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. 
 
November 2012. Redakton mag21