Mittwoch, 24. April 2013

Spirituelles Allgäu: Bei Immenstadt lockt ein Buddhismuszentrum Besucher aus Welt. Bereicherung für die Region

Wer die Historie des Allgäus und der Nachbarregionen Vorarlberg und Oberschwaben studiert, findet immer wieder Geschichten von Wunderheilern, Kräuterweibern und anderen spirituellen Menschen oder Begebenheiten. Ohne Frage aber ist dieser Teil Deutschlands ein herrlicher Ort zum Ausspannen, Runterkommen und Kraft tanken.

Seit 2007 sind es auch Buddhisten, die bei Immenstadt einen Treffpunkt erhalten haben: das Buddhistische Europazentrum oberhalb des Großen Alpsees, untergebracht in einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla. Allein im Sommer 2012 kamen rund 3000 Buddhisten aus aller Welt zu Meditationen und Fortbildungen ins Allgäu. Ganz aktuell: Seit April 2013 entstehen auf Gut Hochreute fünf neue Wohnungen und zusätzliche Gästeräume, außerdem wird eine bestehende Scheune in einen große Meditationsraum umgebaut. 

Gut Hochreute bei Immenstadt: Spatenstich zur Erweiterung des Buddhismus-Zentrums
Wer betreibt das Zentrum? Die 1999 gegründete Buddhismus Stiftung Diamantweg, die es zu einem internationalen Treffpunkt für Buddhisten aus aller Welt ausgebaut hat. Der Buddhistische Dachverband Diamantweg, kurz BDD, ist ein gemeinnütziger Verein und zugleich Eigentümer des Gutes Hochreute. Das Ziel der Buddhismus Stiftung im Allgäu ist es, nach eigener Aussage, als Laienbuddhisten der modernen Welt die Jahrtausende alte buddhistische Weisheit zugänglich zu machen. Einmal pro Jahr findet auf Gut Hochreute ein internationaler Sommerkurs statt – dann reisen neben den Anhängern der Glaubensrichtung alljährlich auch wichtige Lehrer der so genannten „Karma Kagyü Linie“ aus aller Welt ins Allgäu an.

Das Jahr über bietet das buddhistische Europazentrum am Alpsee zudem Meditationen, buddhistische Belehrungen, Wochenendkurse, Seminare, Konzerte oder zum Beispiel auch die Organisation von Hochzeitszeremonien an.

Was wird genau neu gebaut? Ein Niedrigenergiebau mit begrüntem Dach für Wohnraum, Gästezimmer, Büro- und Seminarräume. Durch die Auslagerung des Seminarbetriebs aus der Jugendstilvilla soll das denkmalgeschützte Gebäude entlastet werden. Im Art-deco-Stil von dem Architekten Karl Surber zwischen 1910 und 1911 erbaut, diente es einer wohlhabenden Augsburger Familie als Sommersitz. Große Teile der Gebäude befinden sich bis heute im Originalzustand – sie sind historisch, architektonisch und kulturell von Bedeutung.

Auch die Außenanlage von Gut Hochreute wird in diesem Jahr neu gestaltet. Man will sich hier rückbesinnen auf die alten Nutzungsformen in der Region mit offen fließendem Bachsystem, Streuwiesen mit Wildobstbäumen und Wildsträuchern sowie mit neuer Weidefläche. Ausgebaut wird ferner eine alte Scheune – hier entstehen eine Küche und ein Essraum sowie ein Meditationsbereich. Infos: www.diamantweg.de


April 2013. Redaktion mag21
Copyright Foto: PR

 

 

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