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Mittwoch, 12. August 2015

AOK Baden-Württemberg begrüßt die fünf neuen Pflegegrade ab Januar 2016 – Vorteile für Pflegebedürftige im Ländle

Die AOK Baden-Württemberg befürwortet ausdrücklich die fünf neuen Pflegegrade der jetzt von der Bundesregierung beschlossenen zweiten Stufe der aktuellen Pflegereform. „Damit wird endlich die Ungleichbehandlung von Menschen mit körperlichen Beschwerden und kognitiven Einschränkungen aufgehoben“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, dazu in Stuttgart. Positiv sei auch, dass durch die Umstellung kein Leistungsberechtigter schlechter gestellt werde.

Aufwertung der pflegerischen Betreuung
In dieser zweiten Stufe der Pflegereform, die in zwei Schritten zum 1. Januar 2016 und zum 1. Januar 2017 in Kraft tritt, ragt aus Sicht der Südwest-AOK der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff mit seinem umfassenden Verständnis von Pflegebedürftigkeit heraus. Pflegerische Betreuung stehe jetzt gleichrangig neben körperbezogenen Maßnahmen. Die fünf neuen Pflegegrade erfassen den Bedarf Pflegebedürftiger wesentlich genauer, denn künftig werde für die Einstufung der Grad der Selbständigkeit gemessen und nicht mehr die Zeit, die zur Pflege der jeweiligen Person notwendig sei.

Durch die Einteilung in nun fünf Grade (statt bisher drei Stufen) wird kein Pflegebedürftiger schlechter gestellt. Hier gilt der Besitzstandsschutz: Alle Pflegebedürftigen erhalten weiter ihre Leistungen, viele höhere als bisher.

Bereits mit der zu Beginn des Jahres in Kraft getretenen ersten Stufe der Pflegereform seien richtige Ansätze auf den Weg gebracht worden. Als richtigen Schritt bewertet Hermann die Dynamisierung der Pflegeversicherungsleistungen, die seit Anfang des Jahres 2015 gilt. Aber auch hier sei weiterhin eine gesetzlich festgelegte und regelmäßige „Preisanpassung“ erforderlich, damit der Wert der Leistungen zumindest stabil bleibe. Die Leistungsausgaben für die Pflegeversicherung stiegen bei der AOK-Baden-Württemberg von 2009 bis 2015 um 31 Prozent von 1,19 auf 1,56 Milliarden Euro.

Pflegeversicherung wird teurer
Zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen werden mit der zweiten Stufe der Pflegereform die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Dadurch stehen ab 2017 jährlich 2,5 Milliarden Euro mehr für dauerhafte Leistungsverbesserungen in der Pflege zur Verfügung.

Mehr Informationen zu Pflegethemen, häuslicher Betreuung, Altenhilfe und 24h-Betreuung in Baden-Württemberg lesen Sie in unserem Newsblog www.pflegeinfos.net.

August 2015. Redaktion mag21

Samstag, 1. August 2015

Flugfeld Böblingen-Sindelfingen: Wohn- und Pflegezentrum "Domizil am See" startet Anfang 2016 in Böblingen. Nachfrage sehr groß im Kreis BB

Juni 2015: Richtfest Domizil am See, Flugfeld Böblingen-Sindelfingen

Vor rund einem Jahr wurde unter reger Beteiligung der Spatenstich für das Pflegekompetenzzentrum auf dem Flugfeld Böblingen‐Sindelfingen gefeiert. Im Juni 2015 folgten erneut zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung, des Zweckverbandes Flugfeld Böblingen‐Sindelfingen sowie Projektbeteiligte der Einladung des Bauherren Peter H. Kemmer (KIAG Grundbesitz GmbH). Der Anlass: Richtfest.

Der Rohbau ist nahezu fertig gestellt. Das „Wohn‐ und Pflegezentrum Flugfeld“ wird auf jeden Fall Anfang 2016 mit einem modernen Einrichtungskonzept eröffnen. Es entstehen 50 Pflegeplätze in kleinteiligen stationären Wohngemeinschaften, in denen täglich frisch gekocht wird, sowie 24 seniorengerechte und betreute Wohnungen.

Gut in den Stadtteil integriert
Auf ca. 1.000 qm Erdgeschossfläche wird es zum Beispiel eine Tagespflegeeinrichtung für
14 Personen sowie eine Vielzahl an Dienstleistungsangeboten geben, die den Bürgern im Umfeld das tägliche Leben erleichtern sollen. Die Integration in den Stadtteil und in das Gemeinwesen ist für den Betreiber der Pflegeeinrichtung, das Wohlfahrtswerk für Baden‐Württemberg, ein wichtiges Anliegen und Voraussetzung für eine nachhaltige und den Bewohnerwünschen entsprechende Einrichtung.



Idennskizze: So soll das Senioren- und Pflegezentrum einmal aussehen

Die 60 barrierefreien Wohnungen im benachbarten „Domizil am See“, die ebenso vom Wohlfahrtswerk für Baden‐Württemberg betreut werden, sind inzwischen fast alle an Eigennutzer, Vorsorger sowie Kapitalanleger verkauft. Die Nachfrage nach seniorengerechtem Wohnraum in zentraler Lage war und ist in Böblingen sowie den umliegenden Gemeinden sehr groß und bestätigt die Prognosen der Statistiker sowie des Bauherren.


Blick auf die neue Grüne Mitte des Flugfelds
„Durch das neue Pflegekompetenzzentrum auf dem Flugfeld entsteht ein wichtiger Beitrag für die Wohnsituation älterer Menschen im Landkreis Böblingen“ betonte Wolfgang Lützner, Oberbürgermeister der Stadt Böblingen. Frau Dr. Corinna Clemens, Baubügermeisterin der Stadt Sindelfingen, lobte die Gestaltung des Neubaus, der sich in die Umgebung der modernen Nachbargebäude einfügt, und zählte die Vorteile der Lage für die zukünftigen Bewohner des „Domizil am See“ auf.

Neben einem direkten Blick auf die Grüne Mitte des Flugfeldes verwies Dr. Clemens auf die Renovierung und Umnutzung des alten Flughafen‐Empfangsgebäudes in einen gastronomischen Betrieb.

Mustergrundriss eines Appartements mit rund 74 qm

“Mit dem neuen Wohn‐ und Pflegezentrum ist unsere Stiftung erstmals auch im Raum
Böblingen/Sindelfingen vertreten – mit einem breiten Leistungsspektrum, das alle unsere Standorte auszeichnet“, erklärte Thomas Göbel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Wohlfahrtswerks für Baden‐Württemberg: „Ein Umzug im Alter fällt nie leicht – mit den stationären Wohngemeinschaften möchten wir aber einen Ort schaffen, an dem sich Senioren trotz Pflegebedarf zu Hause fühlen können. Die Mieter in unserem Betreuten Wohnen finden in nächster Umgebung alles, was sie für das tägliche Leben benötigen.“
 

Mit Ausblick auf die Wohnungen des „Domizil am See“ verfolgten knapp 200 Gäste die Zeremonie des traditionellen Richtspruchs. In dem neuen Gesamtensemble werden ca. 60.000 qm umbauter Raum und ca. 17.500 qm Geschossfläche entstehen. Rund 300 Menschen werden hier eine neue Heimat und einen neuen Arbeitsplatz finden.
 

August 2015. Redaktion mag21
Copyright Fotos: PR/KIAG, Wohlfahrtswerk