Donnerstag, 21. Juni 2012

Neuer Chefarzt am Robert-Bosch-Krankenhaus – Chirurg aus Berufung: Dr. Wolfgang Steurer

Priv.-Doz. Dr. W. Steurer
Seit Jahresbeginn 2012 steht die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart unter neuer Leitung: Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Steurer (50) folgte als Chefarzt der Institution Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus-Peter Thon, der nach mehr als zwanzig Jahren in den Ruhestand ging.

Zur Person: Als Dr. Wolfgang Steurer in seiner Heimat Innsbruck das Medizinstudium begann, ging für ihn ein bereits lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich habe als Kind schon gewusst, dass ich Chirurg werden möchte. Diese feinmechanische Arbeit hat mich schon immer fasziniert. Gleichzeitig wollte ich aber immer auch mit Menschen arbeiten – ein technisches Fach kam somit nicht in Frage.” 

Selbst die Zeit beim österreichischen Bundesheer nutzte er, um in der Medizin tätig sein zu können und machte neben seinem Grundwehrdienst eine Ausbildung in der Anästhesie an der Universitätsklinik Innsbruck. Dort trat Dr. Steurer dann auch seine erste Stelle als Assistenzarzt in der Abteilung für Allgemein- und Transplantationschirurgie an. Seiner Heimat blieb er noch einige Jahre treu: Zunächst als Oberarzt und später als Leitender Oberarzt war er stets in der Transplantationschirurgie tätig, zudem leitete er das Nieren- und Pankreastransplantationsprogramm der Universitätsklinik. 

Für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt verschlug es ihn nach Boston an die Harvard Medical School, anschließend führte er seine Forschungsarbeiten mit einer eigenen Arbeitsgruppe fort. „In dieser Zeit konnte ich viele junge Mediziner von der Chirurgie überzeugen, das hat mich sehr gefreut”, erklärt Dr. Steurer. 2004 folgte er nach seiner Habilitation seinem Doktorvater und damaligem Chefarzt Prof. Dr. Alfred Königsrainer nach Tübingen, wo Dr. Steurer als Leitender Oberarzt für das Transplantationszentrum verantwortlich zeichnete. Gleichzeitig übernahm er das Amt des stellvertretenden Ärztlichen Direktors der Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie in Tübingen. 


2008 wechselte Dr. Steurer als Chefarzt an das über 1300 Betten starke Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern. Unter seiner Führung wurde das dortige Darmskrebs-Zentrum gegründet sowie die erste Pankreastransplantation in Kaiserslautern durchgeführt. Des Weiteren baute er den gesamten Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie weiter aus, indem er der Leber- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie sowie der Chirurgie der endokrinen Organe, wie beispielsweise der Schilddrüse, besondere Bedeutung beimaß.

„Das RBK ist hinsichtlich der Tumorchirurgie, der minimal-invasiven und auch der narbenlosen Chirurgie bereits optimal aufgestellt”, erklärt Dr. Steurer. „Diese ausgezeichnete Position ist eine sehr gute Basis, um die Vorreiterrolle der Abteilung weiter auszubauen." Weitere Informationen unter www.rbk.de


Juni 2012. Redaktion mag21
Copyright Foto: RBK/PR

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