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Donnerstag, 9. Oktober 2014

Focus Geld! Studie der Hochschule Aalen deckt auf, woran Praxisärzte heute wirklich denken

Sie ist sicher nicht repräsentativ, die neue Umfrage der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Aalen, aber die Tendenz lässt sich schon verallgemeinern: Moderne Ärzte von heute haben Umsatz und Gewinn im Fokus, Patienteninteressen stehen nicht unbedingt immer im Vordergrund.

Viele Patienten können dies aus eigener Erfahrung bestätigen – auch in Baden-Württemberg. Lange Wartezeiten im Sprechzimmer, ein wortkarger Mediziner, der schnell den nächsten Patienten reinwinkt – und alles kostet noch extra Geld. Mancher Hausarzt versucht zudem für sogenannte IGEL-Angebote zu werben. Das sind individuelle Gsundheitsleistungen, die ein Patient freiwillig beim Arzt dazubuchen kann. Auf eigene Kosten versteht sich. Ärzten gelingt so ein Zubrot zu den normalen Kassenleistungen.

Die Umfrage unter Leitung von Studienleiter Dr. Bodo R. V. Antonić brachte u.a. an den Tag: "Kriterien, wie Patientenzufriedenheit und Hygiene, haben für den niedergelassenen Arzt keine Relevanz". Die Studie spricht von deutlicher Fehlwahrnehmung der Mediziner über ihre Praxis und deren Außenwirkung. Antonic leitet außerdem das Steinbeis-Transfer-Zentrum für Beratung im Gesundheitswesen.

Arzt als Unternehmer.
So stehen die taktischen Steuergrößen wie Quartalsgewinn, Umsatzzahlen und Praxisauslastung bei den niedergelassenen Ärzten im Vordergrund. Kriterien wie das Ansehen der Praxis in der Öffentlichkeit, das Empfehlungsmanagement oder Zukunftsfragen spielen fast gar keine Rolle – benso neue Technologien, die Investitionen erfordern wie die Terminvergabe oder Rezeptbestellung via Internet.

Weiteres Ergebnis: Die Interessen der Patienten werden von niedergelassen Medizinern vielfach nicht berücksichtigt. Die Wartezeiten auf einen Behandlungstermin und in der Arztpraxis managen zwar die Allgemeinmediziner zur Zufriedenheit ihrer Patienten – jedoch nicht die Fachärzte. Grundlage der Studie der Hochschule Aalen/Württ. war eine Befragung von 302 niedergelassenen Ärzten und 286 Patienten.


Auch stehen Hygiene und Sauberkeit bei niedergelassenen Ärzten nicht im Fokus des Praxismanagements. Zudem ist das Personal in den Facharztpraxen selten freundlich und aufmerksam bemängeln die Patienten. Ein Großteil der Patienten ist aber mit der fachlichen Kompetenz aller Ärzte zufrieden. Die Beratung im Patientengespräch bei den Fachärzten lässt zu wünschen übrig, es werde zu wenig Zeit dafür investiert.




 

Wie gehen wir Patienten mit den Studienergebnissen damit um? Zum einen muss ein niedergelassener Arzt auch gewinnorientiert denken und gut wirtschaften. Dies gilt es zu akzeptieren. Gerade junge Ärzte haben hohe Belastungen und Schulden durch neue Praxen, Hightech-Geräte, Leasingverträge und Personal. Auf der anderen Seite sollten wir Patienten kritisch die Entwicklung beim Haus- oder Facharzt beobachten: Fühlen wir uns "abgezockt" oder schlecht behandelt, müssen wir zu lange auf Termine warten, dann auf jeden Fall eine Alternative suchen und testen. 

Der Markt ist frei. Ein Tipp für die Arztsuche in Baden-Württemberg sind natürlich immer auch private Empfehlungen von Vertrauten oder Arbeitskollegen. Zum Teil listen auch die Krankenkassen zuverlässige Vertragsärzte und Kliniken im Internet. Entsprechende Arzt-Bewertungsportale dienen ergänzend der Suche – allerdings immer mit dem Wissen, dass hier positive wie negative Einträge manipuliert sein können. 

Oktober 2014. Redaktion mag21

Mittwoch, 14. Mai 2014

Klinik auf der Karlshöhe Stuttgart: Beauty-Doc Christian Fitz feiert mit VIPs sein zehnjähriges Klinik-Jubiläum

Seit gut zwei Jahren praktiziert Dr. med. Christian Fitz in der Klinik auf der Karlshöhe in der Stuttgarter City. Begonnen hat der inzwischen bundesweit bekannte Facharzt für Ästhetisch-Plastische Chirurgie aber schon 2004, als er in den Räumen der Atlas-Klinik in Neuhausen (Landkreis Esslingen) seine Privatklinik für Ästhetisch-Plastische Chirurgie eröffnete. Im letzten Jahrzehnt hat sich Christian Fitz einen Namen auf den Gebieten der Brustkorrektur, Fettabsaugung und Straffungsoperation gemacht. 


Dr. Fitz (Mitte) mit seinen Gästen Marc Terenzi, Angelina Heger, Mia Gray, Nico Schwanz und Nina Schwake (v.l.n.r.)

Er zählt heute aufgrund seiner Erfahrung und den hohen Operationszahlen zu den führenden Brustchirurgen Deutschland. Zu seinen Klienten gehören auch Persönlichkeiten aus Show, TV und Modelbusiness. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens seiner Privatklinik lud der Beauty-Doc rund 350 Gäste zu einem außergewöhnlichen Abend ein.

Roter Teppich beim Schönheitschirurgen Dr. Fitz in Stuttgart
Am 9. Mai 2014 wurde der rote Teppich auf der Karlshöhe ausgerollt. Die geladenen Gäste erlebten ein privates VIP-Event, wie es nur selten in Stuttgart stattfindet. Ein Dank des Gastgebers geht deshalb auch an die starken Partner des Abends: das Porsche Zentrum Stuttgart, die Privatbank Ellwanger & Geier, Meissen Couture 1710, Breuninger, das Szenelokal Cavos Stuttgart, die Werbeagentur Dolz & Burghart sowie das Kabinett der Kostbarkeiten.


Comedy, Fashion & L.A.-Musik
Für die Moderation des Events konnte Christian Fitz den Comedian Kaya Yanar verpflichten. Yanar, bekannt durch die Comedysendung „Was guckst du!?“ (SAT1), gehört heute zu den besten Vertretern seines Genres im deutschsprachigen Raum.Neben einem eigens für den Anlass geschriebenem Programm gab Yanar den Gästen von Christian Fitz natürlich auch eine Kostprobe aus seiner aktuellen Bühnenshow.

Seine bissigen Worte fanden genauso Anklang wie die Modenschau von Meissen Couture 1710. Präsentiert wurden neueste Abend- und Cocktailkleider in einer Deutschlandpremiere! Die Show fand dieser Art zum ersten Mal statt, erhältlich ist die elegante Topfashion im Store von Meissen Couture 1710 in Frankfurt. 
Gegen später checkte dann DJ Pate alias Sascha Gerecht an den Turntables ein. Er kam trotz TV-Stress für eine Dokuserie in den USA direkt aus L.A. Dort ist er ein gefragter DJ und Musikproduzent, kleidet er zudem erfolgreich mit seinem Fashionlabel „Rockstars & Angels“ auch US-Stars ein. Tipp: In Stuttgart führt das Mode- und Lifestyleunternehmen Breuninger die Marke im Flagshipstore. Und wer es nicht weiß: Gerecht lebte jahrelang in Waldenbuch und führte in Stuttgart einen Techno-Club.

Volles Haus in der Schönheitsklinik
Neben Geschäftspartnern, Kollegen und Societygästen aus Stuttgart (gesehen: Flughafen-Chef Georg Fundel, Top-Strafverteidiger Achim Bächle, Comedian Michael Gaedt, SWR-Moderatorin Tatjana Gessler. Promifotograf Christoph Sage) tummelten sich auch allerlei Medien-Sternchen in der Stuttgarter Schönheitsklinik. Es amüsierten sich: Mia Gray, Playmate of the Year 2009. Sie veröffentlicht gerade mit ihrem Popmusikprojekt Candy Six (diesmal mit Gesangspartner Oliver Kobs) ihre neue Single „Paradiese“.

Mitgefeiert haben außerdem: Alesia Graf (Boxweltmeisterin), Doris Schmidts (Miss Germany 2009), Nina Schwake (Fitnessmodel und Playmate Dezember 2012), März-Playmate Barbora Kuziakova aus Stuttgart, Angelina Heger (Siegerin "Bachelor 2014"), Jessica Kessler (Musical-Sängerin), Marc Terenzi (Sänger), Nico Schwanz (Sänger, Model, Moderator), Mola Adebisi (TV-Moderator, Dschungelcamp-Teilnehmer 2013) sowie  Gaby Hauptmann (Erfolgsautorin), Monika Sozanska (Degenfechterin, Goldmedaillengewinnerin Olympia 2012 und Weltranglistenplatz 11) und Werber Oliver Burghart.


Comedian Michael Gaedt (rechts) präsentiert: seine Gattin Tina Gaedt (Mitte) und Ehepaar Dr. Fitz



Was Sie über die Klinik auf der Karlshöhe wissen müssen
Sie ist eine renommierte Adresse für ästhetisch-plastische Behandlungen in Deutschland. Schwerpunkte: ästhetische Brustchirurgie (Brustvergrößerung, Brustverkleinerung), Liposuktion (Fettabsaugung), Wadenimplantate und Straffungsoperationen. Mit Dr. Christian Fitz steht dem Team ein erfahrener plastischer Chirurg vor. 1999 legte er seine Facharztprüfung für Chirurgie ab, es folgte die Spezialisierung auf das Gebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.

Dr. Fitz ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Chirurgen(BDC), in der Gesellschaft für ästhetische Chirurgie Deutschlands e.V. (GÄCD) sowie in der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen). Integriert in die Klinik auf der Karlshöhe ist von Anfang an für den Bereich der kosmetischen Gesichtschirurgie Frau Dr. Dr. med. Susanne Hermann-Frühwald als Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. www.klinik-karlshoehe.de

Mai 2014. Frank Bantle, Redaktion mag21
Coypright Fotos: PR/Christoph Sage


Privatvorstellung in Stuttgart: Kaya Yanar





Bezaubernd: Abendmode von Meissen Couture 1710



Ehepaar Dr. Fitz (Mitte) mit Gästen






Mittwoch, 26. Februar 2014

Ravensburger Krankenhaus wird vom Land gefördert: Neubau Frauen- und Kinderzentrum

Zum Glück machen nicht alle Kliniken im Lande dicht. Und zum Glück gbit es noch staatliche Förderung für einzelne wichtige Häuser. So geschehen jetzt in Ravensburg. Für das dortige St. Elisabeth Krankenhaus hat die baden-württembergische Gesundheitsministerin Katrin Altpeter Fördermittel in Höhe von 24,85 Mio. Euro freigeben. Verwendungzweck: Neubau des Frauen- und Kinderzentrums.

„Diese Förderung ist ein deutliches Signal dafür, dass die Landesregierung zu ihrer Verantwortung für die Krankenhäuser in Baden-Württemberg steht“, betonte Ministerin Altpeter im Februar 2014 in Stuttgart. „St. Elisabeth ist eine für die Region Oberschwaben zentrale Klinik und für die medizinische Versorgung der Bevölkerung weit über den Landkreis Ravensburg von hoher Bedeutung. Um diese auch in Zukunft sicherzustellen, hat das Land seit geraumer Zeit die Gesamtsanierung erheblich finanziell unterstützt und ermöglicht jetzt den Abschluss der Baumaßnahmen.“
 

20 Bauvorhaben im Klinikbereich
Ministerin Karin Altpeter (SPD) wies darauf hin, dass das Land in diesem Jahr neben St. Elisabeth weitere 19 größere Bauvorhaben über das Krankenhausbauprogramm fördert, und zwar mit insgesamt 250 Mio. Euro. Seit dem Regierungswechsel hat sie die Mittel für die Jahresbauprogramme insgesamt um 35 Prozent gesteigert. „Das unterstreicht, wie wichtig mir die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist“, betonte die Ministerin. „Rechnet man die Jahresbauprogramme und die pauschalen Förderungen für kleinere Investitionen und Gerätebeschaffungen in diesem und im vergangenen Jahr zusammen, dann unterstützen wir Investitionen an den Krankenhäusern mit insgesamt 795 Millionen Euro“.

Februar 2014. Redaktion mag21

Sonntag, 15. Dezember 2013

Facharztsuche im Internet. Neues Arztportal des Chirurgen-Berufsverbandes liefert auch Spezialisten aus der Region Stuttgart

Chirurgen und Spezialisten finden per Mausklick: Patienten erhalten seit Anfang 2013, wenn sie vor geplanten Operationen einen geeigneten Chirurgen im Internet suchen, die Unterstützung des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC): Der Verband startete unter www.chirurgie-suche.de ein eigenes Arztportal.

Es ist mit über 5.500 chirurgischen Klinikabteilungen und Praxen eines der umfassendsten Fachportale für die operative Medizin in Deutschland. Die Chirurgie-Suche unterstützt auch Hausärzte und Fachärzte anderer Disziplinen bei der Spezialistensuche.
 

Im Gegensatz zu anderen Portalen setzt der BDC nicht auf Patientenbewertungen, sondern auf Transparenz und weiterführende Informationen zu Kliniken und Praxen. Das Portal legt seinen Schwerpunkt auf die objektive Präsentation der fachlichen Kompetenz und Qualität chirurgischer Institutionen. Der Internetnutzer erhält damit durchlässige, klare Informationen über chirurgische Leistungsträger in Klinik und in Praxis – regional wie überregional. Auch für Baden-Württemberg sind viele kompetente Fachärzte aufgelistet.

Die Bedienung von chirurgie-suche.de ist denkbar einfach: Der Nutzer gibt über eine Schnellsuche seinen Wohnort und die gesuchte Diagnose oder Operation ein. „Dabei muss er nicht den medizinischen Fachausdruck für seine Erkrankung oder die Operation kennen“, erläutert BDC-Geschäftsführer Dr. med. Jörg Ansorg: „Ein Umgangssprachen-Thesaurus erkennt, dass mit Leistenbruch eine Inguinalhernie gemeint ist und leitet automatisch an die Fachgruppe und geeignete Experten weiter.“

Im Unterschied zu anderen Arztportalen, die häufig entweder nur Praxen oder ausschließlich Kliniken präsentieren, werden im Fachportal des BDC beide Sektoren gleichberechtigt mit ihrem Leistungsspektrum dargestellt, was erstmals einen objektiven Vergleich zwischen ambulanter und stationärer Behandlung ermöglicht. Der Patient findet den für ihn passenden Chirurgen, gleich ob dieser in einer Klinik oder einer Praxis arbeitet.

Eine Besonderheit des Portals ist der "CS-Index Patienten". Er bewertet zum einen mit bis zu 10 Punkten, wie transparent die einzelnen Praxen und Kliniken ihre Leistungen und fachlichen Kompetenzen nach außen darstellen. Zum anderen erfahren die Patienten, wie häufig eine Klinik oder Praxis die gewünschte Operation im Vergleich zu anderen Institutionen in der Trefferliste durchführt.


Mit über 16.000 Mitgliedern ist der Berufsverband der Deutschen Chirurgen der größte Chirurgenverband in Europa. Er vertritt Chirurgen aller Fachdisziplinen in Klinik und Praxis. Über 5.500 chirurgische Kliniken und Praxen präsentieren sich vom Start weg in chirurgie-suche.de.

Dezember 2013. Redaktion mag21










Dienstag, 13. September 2011

Redaktionstipp September 2011: Galenus Klinik mit neuer OP-Methode für Wirbelsäulen und Bandscheiben

Die Galenus Klinik in Stuttgart hat eine neue OP-Methode entwickelt. Von ihr werden in Zukunft Wirbelsäulen- und Bandscheibenpatienten profitieren. Nachfolgender Beitrag stellt die Methode vor. Der Beitrag erschien erstmals im Gesundheits- und Wohlfühlmagazin mag21 für die Region Stuttgart:

Erstmals ist jetzt in der Galenus-Klinik, einer international renommierten Spezialklinik für Wirbelsäulenerkrankungen, eine Patientin mit einer neuen Operationsmethode und unter Verwendung eines durch die Ärzte der Klinik entwickelten Implantatsystems behandelt worden. Dieses Verfahren ermöglicht eine gezielte und geplante Wirbelsäulenkorrektur und -einstellung.
Einfahrt zur Klinik in Stuttgart

Die Methode ist komplex, aber äußerst effektiv: Das System besteht aus einem speziellen Bandscheibenplatzhalter, auch „Cage“ genannt, einer dazugehörigen Berechnungsmethode, unterstützt durch eine Software, sowie aus Instrumenten, welche die gezielte Umsetzung der präoperativen Berechnungen ermöglichen. Nach der klinischen Abklärung werden diese drei Komponenten funktionell ineinander übergreifen. Sollte sich das neue System bewähren, wovon die Fachleute ausgehen, bedeutet das für diese Patientin und zukünftig für zigtausend jährlich an Bandscheiben oder Wirbelsäule operierten Menschen, dass sie nach derartigen Eingriffen womöglich länger beschwerdefrei sind oder zumindest deutlich weniger belastet und damit schmerzfrei leben können.

Dr. Franz Copf (links) und Prof. Claus Carstens
Grund: Die bei einer Stabilisierung eines Wirbelsäulenabschnitts normale Mehrbelastung der benachbarten Wirbel und Bandscheiben wird optimiert. Auch die Spätfolgen, die sogenannte Anschlussdegeneration, nach solchen Fehlbelastungen sollten gemindert werden. Das Problem besteht bislang einerseits darin, dass es nicht möglich ist, vor der eigentlichen Operation das anzustrebende individuelle Korrekturausmaß hinsichtlich Höhe und Winkel des Bandscheibenfaches und damit die Stellung zweier Wirbel zueinander genau zu berechnen.

Auch die Auswirkungen der Korrektur auf die angrenzenden Wirbelsäulenabschnitte waren nicht kalkulierbar. Welchen Winkel und welche Höhe der Platzhalter exakt einstellt und fixiert, ist aber von großer Bedeutung – und zwar deshalb, weil der implantierte Cage, der aus Kunststoff oder Titan besteht, innerhalb von sechs bis zwölf Wochen fest mit dem angrenzenden Wirbelkörper verwächst, was schließlich zu einer Stabilisierung dieses Wirbelsäulenabschnitts führt. Ist aber der operierte Wirbelsäulenabschnitt in einer bestimmten Lage stabil, werden zwangsläufig die benachbarten Bereiche anders bewegt und stärker belastet.

Das kann im Laufe der Zeit zu Verschleißerscheinungen mit allen ihren üblen Folgen führen – besonders dann, wenn der Platzhalter nicht die optimale Position der Wirbel fixiert, sondern in einer Fehlstellung eingesetzt wurde.

Das zweite Problem besteht darin, die präoperativen Berechnungen intraoperativ auch grad- und millimetergenau umzusetzen. Die bisher auf dem Markt verfügbaren Implantate sind nämlich für diese Anforderungen nur ungenügend geeignet. So konnte man sie selbst bei noch so sorgfältiger Handhabung nie hundertprozentig genau in der individuell richtigen Lage positionieren.

Den beiden international renommierten Spezialisten für Diagnose, Therapie und Nachsorge von Rückenbeschwerden, dr/Univ. Laibach Franz Copf und Prof. Dr. Claus Carstens, ließ diese unbefriedigende Situation keine Ruhe. Beide führen gemeinsam die in der Hohenheimer Straße 91 in Stuttgart gelegene Gemeinschaftspraxis und die Galenus Klinik. Prof. Carstens war darüber hinaus langjährig früher Präsident und Vizepräsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft.

Bei der Lösung des Problems kam zu Hilfe, dass der Wirbelsäulenchirurg Franz Copf eine Reihe von Produktideen entwickelt hat, die sich mit der Feineinstellung der Wirbelsäule befassen. Im Zusammenspiel dieser Patente mit einem hochkarätigen Team gelang es nun, ein neuartiges Verfahren zu entwickeln, das es erlauben wird, den individuellen und idealen Zustand der Wirbelsäulengeometrie präoperativ zu berechnen und danach das zu verwendende Implantat und die dazugehörigen Instrumente zu planen.

Dafür wird eine spezielle Software (in klinischer Abklärung) zu Hilfe genommen. Mit dem neuen System wird man die präoperative Planung auf Grad und Millimeter genau umsetzen können. Bei der jetzt erstmals operierten Patientin, die mittlerweile deutlich schmerzgelindert aus der stationären Behandlung entlassen wurde, konnten die präoperativen Planungen mit einer Abweichung von nur 0,3 Grad  und 1 mm realisiert werden.

Kontakt: Galenus Klinik GmbH, Fachklinik für Wirbelsäulenchirurgie: Hohenheimer Straße 91, 70184 Stuttgart, Tel. (0711) 666 29 38. www.galenus-klinik.de

September 2011. mag21-Redaktion
Copyright Foto: Galenus Klinik/mag21-Archiv

Bitte lesen - wichtiger Hinweis: Alle Informationen in diesem Redaktions-Blog wurden und werden mit größter journalistischer Sorgfalt zusammengetragen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Erfolge von erwähnten Behandlungsmethoden oder Therapien können Verlag und Redaktion jedoch nicht übernehmen. Im Falle von individuellen gesundheitlichen oder seelischen Problemen raten wir, stets persönlich bei Fachärzten vorzusprechen.