Dienstag, 11. August 2015

Bio-Garten-Messe im Weleda Erlebnis-Zentrum 2015: eine interessante Veranstaltung für Hobbygärtner und Umweltbewusste


Ein Jahr nach der Landesgartenschau in Schwäbisch-Gmünd fand im Weleda-Erlebnis-Zentrum oberhalb der Stadt zum ersten Mal die „Biogartenmesse“ im Ländle statt – die einzige Gartenmesse in Deutschland mit ausschließlich zertifizierten Bio-Gartenbaubetrieben.

Die Weleda-AG war Sponsor der Veranstaltung und stellte ihr Gelände rund um Seerosenteich und Heilpflanzengarten zur Verfügung. Die Organisation der „Ouvertüre in Grün“ mit 56 Messeständen lag in den Händen der Wiesbadener Landschaftsarchitektin Batya-Barbara Simon.


Das Angebot umfasste Zier-, Nutz-, und Wildpflanzen, Bäume und Sträucher, Saatgut und alles für die ökologisch nachhaltige Gartenpflege. Die Besucher konnten die zehn Gebote des Biogärtners lernen und zum Beispiel erfahren, wie man seine Zitronenbäume im Wintergarten gut durch die Jahreszeiten bringt.

Das Wetter machte mit bei der Biogartenmesse 2015
 

Vom Podest nach englischem Vorbild dozierte der Staudenpapst Dieter Gaissmayer aus Illertissen über seine Blumen-Philosophie und sein Museum der Gartenkultur in der Stadt im Landkreis Neu-Ulm sowie die neue Stiftung. Schauspiel-Gärtnerinnen mit roten Pappnasen lockerten die Atmosphäre auf.
 

Von Teufelsabbiss und Eisenhut
Die temperamentvolle Gartenexpertin Heike Boomgaarden von der SWR-Fernsehsendung „Grünzeug“ kürte auf der Veranstaltung in Schwäbisch-Gmünd im Namen der Loki-Schmidt-Stiftung die Blume des Jahres 2015. Gegen eine Spende verschenkte sie „Teufelsabbiss“, eine gefährdete, blau-lila blühende Wiesenblume.

Natürlich war die Messe auch eine PR-Veranstaltung der seit 1921 bestehenden Firma Weleda. Im Stundentakt fanden Führungen durch den Heilpflanzengarten statt, der sich sonst hinter einem geheimnisvoll verschlossenen Tor verbirgt. Das interessierte Publikum passierte über hundert Pflanzen und erfuhr zum Beispiel, wo die Rohstoffe zum Beispiel für das beliebte Weleda-Duschgel hergestellt werden.

Beeindruckend ist der blaue Eisenhut: In der Antike wurden damit römische Kaiser vergiftet, doch in der Homöopathie hilft er gegen Fieber und Schockzustände. Der Eisenhut, auf Lateinisch „Aconitum napellus“, ist beispielsweise im Weleda-Grippemittel „Infludo“ enthalten.

Die rosigste Seite des Tages
Das Weleda-Paradies wurde wieder abgesperrt und eine geheimnisvolle Fee entführte die Gäste dann zum Stand der Bioland Rosenschule Ruf aus Bad Nauheim, dem Mekka der Rosenzüchter. Die Königin der Blumen lockte auch mit Rosenmarmelade und Rosensekt. Mit Roseneis in der Hand verweilten wir noch einmal bei den wunderschönen Schnittblumen von Andrea Köttner aus Obermarchtal (mehr über die Expertin HIER) Ein Tag wie im Garten Eden! 

Mehr Infos unter www.biogartenmesse.de

August 2015. Karin Wörner/Redakion mag21
Copyright Fotos: PR

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